02. August 2014

Anschlag auf Wuppertaler Synagoge ist ein Anschlag gegen uns alle

Die Wuppertaler Sozialdemokratie hat mit klaren Worten auf den jüngsten Brandanschlag gegen die Wuppertaler Synagoge reagiert. Die Pressemitteilung der SPD Wuppertal kann nachgelesen werden unter: PM_Synagogenanschlag.

Aber reichen die Solidaritätsbekundung dieser Tage wirklich aus? Der jüdische Publizist und Rechtsanwalt Michel Friedman hat die Frage der Solidarisierung in seinem Artikel “Die Hetzer sind noch immer da, nichts ist gut“ unter www.welt.de am 02.08.2014 wie folgt zu beantworten versucht:

„Was bedeutet eigentlich diese Solidarisierung? Klingt gut. Aber wie ist es gemeint? Fühlen sich die, die sich mit den Juden solidarisieren, als wären auch sie angegriffen worden? Nur wenn dies so wäre, würde diese Solidarisierung ernst zu nehmend sein. Sie würde nämlich ausdrücken, dass es jeden von uns empört, wenn einer, welcher auch immer von uns, rassistisch beleidigt wird, weil damit alle beleidigt werden. Damit würde nämlich ausgedrückt werden, dass jeder Mensch, der in unserem Land lebt, begreift, dass diese Menschenhasser nicht nur das Judentum verachten, sondern die Freiheit. Die Gleichheit aller Menschen. Das alle Menschen gleich sind. Die Demokratie. Also unser gesamtes Wertesystem.“

Antisemitismus ist demnach gleichbedeutend mit Antidemokratie. Es muss deshalb die Aufgabe aller Demokraten sein, dieser unheilvollen Entwicklung täglich aufs Neue wirkungsvoll entgegen zu treten. Letztlich geht es doch um die demokratische Freiheit, die glücklicherweise uns alle schützt – Christen, Juden und Muslime.