09. März 2017

Große Sicherheit in NRW

DSC_0251Am Montag, den 06. März war Andreas Bialas (MdL) auf Einladung des Ortsvereins mit einem interessanten Vortrag zum Thema Sicherheit zu Gast. Bialas ist Mitglied des Innenausschusses im Landtag NRW und gehört den Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen NSU und Silvesternacht 2015 an.

Nach einem ausführlichen Bericht über die erhobenen Zahlen der unterschiedlichen Delikte bis 2016 und auch deren Hintergründe blieb zum Schluss das Fazit:“ Wir leben in NRW in einem der sichersten Orte zu einer der sichersten Zeiten“.

Tatsache sei, dass Kriminalität zum Menschen gehöre, und es immer Straftaten jeglicher Art geben werde. Die Aufgabe der Polizei könne nur sein, nach Möglichkeit deren Ausführung zu verhindern und Straftäter zu stellen, damit sie durch entsprechende Repressalien im rechtlichen Rahmen bestraft werden können. Eine sozial gerechte Gesellschaft und eine gewaltfreie Erziehung seien wichtige Elemente zur Vorbeugung gegen Kriminalität.

Die Zahlen, die Andreas Bialas präsentierte, zeigen, dass es gegen das allgemeine Empfinden keinen grundsätzlichen Anstieg der Delikte gibt. Jede 2. Straftat werde aufgeklärt, wobei es bei Straftaten mit persönlichen Bezügen eine wesentlich höhere Erfolgsquote gebe. Sie betrage bei Mord und Totschlag 97%. Andere Delikte wie Diebstahl oder Einbruch können fast gar nicht aufgeklärt werden. Die Fälle von sexueller Gewalt seien besonders stark angestiegen, was daran liege, dass sie inzwischen wesentlich öfter angezeigt werden.

Auch interessant ist die Aussage, dass sogenannte Angsträume keine kriminellen Brennpunkte darstellen und auch die häufig erwähnten No-Go-Areas gebe es in NRW nicht. Natürlich gebe es Bezirke mit hohen Kriminalitätsraten, aber dort sei gerade die Polizei häufig präsent.

Was die Einstellung von Polizisten/Polizistinnen betrifft, so konnte Andreas anhand der Zahlen belegen, dass sich die Einstellungszahlen in der Zeit der Schwarz/Gelben Regierung in NRW halbiert haben und erst danach wieder gesteigert wurden.

Alles in allem war dieser Vortrag zwar sehr zahlenlastig aber äußerst aufschlussreich, widerlegt er doch in weiten Teilen das vorherrschende Gefühl, dass das Leben unsicherer geworden sein soll, ohne zu beschönigen.

von Beate Geiß