28. Januar 2014

SPD-Ronsdorf für intelligente Lärmschutzlösung beim L419-Ausbau

Die SPD-Ronsdorf freut sich über das Interesse der Ronsdorfer Bürger an technischen Verbesserungen im Zusammenhang mit Lärmschutzwänden, die laut den Bestimmungen zeitgleich mit dem Ausbau der L419 im Bereich der angrenzenden Wohngebiete errichtet werden müssten.

In Bezug auf die Frage, ob Lärmschutzwände nicht nur Schallwellen brechen, sondern auch den gesundheitsgefährdenden Feinstaub sammeln können, informieren die Ronsdorfer Sozialdemokraten nun, dass eine solche fortschrittliche Technologie bereits existiert.

So gibt es beispielsweise eine deutsche Entwicklung, bestehend aus den natürlichen Produkten Holz und Lavagestein, die jüngst sogar an der Wuppertaler Universität in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Bauphysik in Stuttgart getestet wurde. Die Versuchsanordnung stand bis zuletzt auf dem Grünsteifen an der Kreuzung am Loh in Wuppertal-Barmen.

Es handelt sich dabei um eine Lärmschutzvorrichtung, die neben den geltenden Bestimmungen für Lärmschutzwände an Straßen zusätzlich Feinstaub (PM10) und Stickoxide effektiv bindet und unschädlich macht und damit die Luftqualität verbessert. Die Technologie funktioniert im Großen und Ganzen wie folgt: Die aus einer mehrschichtigen Holzkonstruktion bestehenden Wandelemente enthalten ein Filterflies und werden mit losen Lavasteinen gefüllt, die aufgrund ihrer porösen Struktur Schallwellen schlucken können. Die natürlich große Oberfläche des Lavagesteins erhält außerdem eine dauerhafte Titandioxid-Beschichtung, die wie ein Katalysator wirkt und die eine chemische Reaktion mit den schädlichen Bestandteilen in der Luft eingeht. Das aus dieser Reaktion entstehende Nitrat wird anschließend mit dem Regen ausgewaschen und in die Kanalisation gespült. Die Wuppertaler Wissenschaftler konnten nachweisen, dass so bis zu 60 Prozent der Feinstaubpartikel und bis zu 40 Prozent der Stickoxide aus der Luft gefiltert werden. Die beschriebene Lärmschutzvorrichtung ist nicht nur effektiv, sondern würde sich aufgrund der verwendeten natürlichen Werkstoffe, Lärchenkernholz und Lavagestein, zudem gut in die Umgebung an der Parkstraße einfügen.

Die SPD-Ronsdorf wird sich dafür einsetzen, dass bei dem geplanten L419-Ausbau eine derartige intelligente Lärmschutzlösung mit Feinstaubabsorption im Bereich der Parkstraße zum Einsatz kommt  – zum Wohle der Anwohner und ihrer Gesundheit.