04. Oktober 2019

SPD Wuppertal diskutiert Herausforderungen der städtischen Kulturpolitik. Gemeinsame Pressemitteilung der SPD Wuppertal und der SPD-Ratsfraktion

„Kultur in der Stadtgesellschaft“ ins TalTonTheater waren rund 45 Gäste gefolgt. Unter der Moderation von Sabine Schmidt diskutierten nicht nur die Podiumsgäste Thomas Braus, Schauspielintendant der Wuppertaler Bühnen, Zara Gayk Einer Einladung der SPD Wuppertal und der SPD Ratsfraktion zum kommunalpolitischen Forum, Vorsitzende des Freien Netzwerkes Kultur, Andreas Bialas, MdL, Kulturpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, Eckehard Lowisch, Bildhauer, und Heiner Fragemann, Stadtverordneter im Kulturausschuss, miteinander, sondern auch die zahlreichen Gäste untereinander. Bestimmende Themen des Abends waren das Tanzzentrum Pina Bausch, die Förderung der freien Kultur und die Ausstattung des städtischen Kulturbüros. Ziel der kommunalpolitischen Foren der SPD ist es, die aktuelle Arbeit der Ratsfraktion zu reflektieren und Bürgerinnen und Bürger bereits in der Erarbeitungsphase des Wahlprogramms einzubeziehen.

„Ein Zukunftskünstler erreiche an unerwarteten Orten Menschen und beschäftige sich dabei vor allem mit dem Thema Nachhaltigkeit. Jedwede Hemmschwelle solle dabei beseitigt werden und so stehe auch Eckehard Lowischs Tür im Bahnhof Vohwinkel für jeden offen. Erreicht werden damit die unterschiedlichsten Menschen. „Vom Minister bis zum Obdachlosen“, so der selbsterklärte Zukunftskünstler Eckehard Lowisch.

Das Freie Netzwerk Kultur, welches gegründet wurde um der Freien Kultur Szene in Wuppertal Orte, Relevanz und Sichtbarkeit zu geben, zeigte zuletzt Haltung mit dem Auftakt der Initiative „Kunst gegen Rechts“. Sich politisch zu positionieren sei auch Aufgabe der Kunst und setze wichtige Impulse für die Diskussion in der Stadtgesellschaft, so Zara Gayk.

Ihre Forderung das Kulturbüro personell besser auszustatten, damit es besser bei der Akquise von Fördermitteln helfen kann, nahm Heiner Fragemann auf und brachte die Idee einer weiterführenden Koordinierungsstelle ein.

Die Diskussion anregen will auch Thomas Braus bei den Zuschauern des Theaters. Diese mache das Theater erst spannend. So dürfe Kunst auch anecken, um die Diskussion in Gang zu bringen.

Das große Thema Pina Bausch Zentrum wurde ebenfalls diskutiert. Es müsse als gesellschaftliche Aufgabe gedacht werden und das Konzept solle fertig sein, bevor die Fördergelder aus Bund und Land kämen, so die Meldungen aus dem Publikum. Andreas Bialas fügte an, dass die Freie Szene ebenso dort eingebunden werden sollte. Außerdem dürfe unter der Finanzierung des Zentrums nicht die Förderung der Freien Künstler leiden.

Andreas Bialas betonte außerdem seine Anstrengungen interkulturelle Spielstätten, wie das Café Ada, zu erhalten.

Sabine Schmidt fragte das Podium zum Schluss nach einem Blick in die Zukunft. Neben der Gewinnung von neuem Publikum wollen die Kulturschaffenden auch den ideellen Wert von Kultur erhalten und mit Jugendlichen in den Diskurs über ihr Kunstverständnis gehen. Servet Köksal, Vorsitzender der SPD Wuppertal und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, zeigte sich zufrieden über die Diskussion und die rege Beteiligung des Publikums. Die Erkenntnisse des Abends würden in die aktuelle Arbeit der Ratsfraktion und in die weitere Diskussion zur Erarbeitung des Wahlprogramms der SPD Wuppertal für die Kommunalwahl 2020 einfließen, so Servet Köksal abschließend.