SPD-Wuppertal fordert die Solidarität aller Demokratinnen und Demokraten

Der Bundestagsabgeordnete Helge Lindh erhält aufgrund seiner mutigen und Mut stiftenden Haltung gegen Rechtsextremismus immer wieder Morddrohungen.

„Feinde der Demokratie wollen ihn einschüchtern, weil er sich vorbildlich für die gleiche Würde aller Menschen einsetzt. Er engagiert sich unermüdlich und mit voller Hingabe für Menschlichkeit und unsere Demokratie.“ so SPD-Vorsitzender Servet Köksal.

Nach Drohnachrichten in denen die Tatwaffen genannt und die Ermordung beschrieben wurden, haben Extremisten nun auch eine Morddrohung in seinen Briefkasten geworfen. „Die Drohungen haben damit eine neue Stufe der Schärfe bekommen. Diese Situation geht auf Dauer an keinem Menschen spurlos vorbei und bedeutet auch eine Belastung für Beschäftigte in Helge Lindhs Büro sowie die Angehörigen.“

Dies darf nicht hingenommen werden, sondern erfordere ein klares Bekenntnis aller Demokratinnen und Demokraten. Denn eine Morddrohung gegen einen Demokraten ist eine Morddrohung gegen alle Demokratinnen und Demokraten und ein Angriff auf den Fortbestand unserer Demokratie. „Die Feinde der Demokratie haben sich in unserem Land schon einmal durchgesetzt und eine barbarische Schreckensherrschaft errichtet, die Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Wir haben noch Zeitzeugen in unserer Gesellschaft, die darunter gelitten haben. Das darf nicht noch einmal passieren.“, so Köksal.

Daher gelte es nun Solidarität mit Helge Lindh zu bekunden. Es gelte laut und deutlich im Internet und überall zu bekennen: Wir waren, sind und bleiben mehr! In dieser Situation gilt für alle Demokratinnen und Demokraten die Aussage: ICH BIN HELGE!

Das Worte zu Taten werden ist nicht erst seit dem feigen Mord an dem Regierungspräsidenten Walter Lübcke und diversen Angriffen auf Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltungen und Politiker bekannt. Eine Verrohung der Sprache führt zur Verrohung des Denkens und Handelns. Köksal: “Als Demokratinnen und Demokraten müssen wir deshalb achtsam, wehrhaft und solidarisch sein. Jegliche Art von Hassparolen und Hetze müssen wir unseren Schulterschluss entgegensetzen. So eng wie möglich, so oft wie nötig.“

Leider müssen viele Menschen erfahren, dass Ihnen aufgrund ihrer Ansichten Gewalt angedroht und ihr Leben bedroht wird. Es gibt so viele Helge’s. Wir dürfen nicht schweigen. ICH BIN HELGE. Und WIR SIND HELGE.

Am morgigen Freitag können Nutzende von Facebook ab 16 Uhr einen Rahmen für ihr eigenes Profilbild verwenden, auf dem „Ich bin Helge! Gemeinsam gegen Hass und Gewalt.“ steht. Es wäre schön, wenn sich viele daran beteiligen und die Wahrnehmbarkeit unserer Solidarität dadurch erhöht wird.